Kreuzbund

Kreuzbund Diözesanverband Münster e.V.

Selbsthilfe-
und Helfergemeinschaft für Suchtkranke und Angehörige

Fachverband des Deutschen Caritasverbandes (DCV). Mitgliedsverband der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS).

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Tag der Begegnung

 

Bei uns, in der Geschäftsstelle in Bocholt

Dass das heutige Ereignis „Tag der Begegnung“ auch dieser Bezeichnung gerecht wurde, erfuhr ich gleich zu Beginn. Ich habe mir so gedacht, mich mit der Kamera am Rande aufzuhalten, und das Geschehen aus der Distanz festzuhalten. Aber schon vor dem Haupteingang begrüßten mich Weggefährten, die ich schon etwas länger nicht gesehen habe. Aus dem „Na-wie geht’s?“ Entwickelt sich dann zumindest ein Smalltalk und im Gebäude ging das Übergangslos weiter. Gleich im Eingangsbereich empfingen unser Vorsitzender Winfried Gausmann, unser geistlicher Beirat Thorsten Weßling, Schwester Rafaelis, der Geschäftsführer Ernst-Peter Brinkmann, Jürgen Kempe, Anton Hülsbusch, und andere Vorstandsmitglieder mehr, ihre Gäste. Ganz im Sinne eines guten Gastgebers, fegten Michael Runkel, Gaby Offermanns und das gesamte Team drumherum, rastlos durch die Reihen, um ein gutes Gelingen zu gewährleisten. Und lasst es mich gleich vorweg sagen, als Gast und Weggefährte fühlte sich jedermann aller bestens betreut und versorgt. Nun war ich schon fast eine Stunde da, und hatte mein Notizblock noch nicht einmal gezückt, als Michael Runkel mich aufforderte doch erst einmal etwas zu essen. Ja gern! Aber um mein Gewissen zu beruhigen, nicht unproduktiv gleich ans Büffet zu laufen, machte ich doch noch vorher einige Fotos und erlebte dabei eine wirklich lebhafte Atmosphäre. Ja geradezu beschwingt empfand ich an den Tischen die Unterhaltungen und wirklich niemand war nicht an einem Gespräch beteiligt. Wie schon eingangs erwähnt, es war eine wirkliche „Begegnung“ der Kreuzbundmitglieder, deren Angehörige und vielen Gästen.

Bei einem panierten Schnitzel, Fleischbällchen und einer Portion Schichtsalat kam man dann auch im Sitzen schnell ins Gespräch mit anderen Besuchern. Bei angenehmen 16°C verteilte sich das Geschehen bei offener Tür auch nach draußen, wo jetzt nicht nur die Raucher standen. Gegen 15:30 Uhr, wurde das alles noch eine Stufe Betriebsamer. Denn die Organisatoren hatten noch ein richtiges Highlight im Köcher. Es sollte noch ein „Schüler- Orchester“ auftreten. Ich verspürte deutlich die aufgeregte Vorfreude und Neugier, was wohl da kommen mag. Im
Tag der Begegnung Gegenüberliegendem Gebäude des St Josef Gymnasium wurde ein richtiger Konzertsaal zur Verfügung gestellt und wie es sich herausstellte, eine absolut würdige Location für ein absolut beeindruckendes Erlebnis.

Big-Band des Arnold Janssen Gymnasium auf musikalischen Grenzgängen der Jahrzehnte und Genres

Das Schüler-Orchester entpuppte sich als eine waschechte BIG-BAND. Vor uns auf der Bühne saßen die jungen Erwachsenen in typischer BIG-Band Formation und Haltung.

Ich habe nicht die geringste Ahnung, was in den Köpfen der Jungs und Mädels vorging, als Sie sich einem Publikum gegenüber sahen, die vom Alter her im Durchschnitt ihre Eltern sein konnten, und eine Vielzahl auch ganz locker darüber hinaus 😊😊
Big-Band des Arnold Janssen Gymnasium auf musikalischen Grenzgängen der Jahrzehnte und Genres

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Was das Publikum betraf, so kann ich ziemlich sicher sagen, dass dort interessierte, erwartungsvolle und ich glaube auch begeisterungsfähige Menschen saßen, die sich zugegebener Maßen in einer komfortablen Situation befanden, waren sie doch der passive Teil, der genießen durfte. Ich war mir unsicher, sitzen dort auf der Bühne schon die gelassenen Profis, oder doch eher die unter Anspannung stehenden Jungen Menschen, die ein wenig „Lampenfieber“ haben. Ich denke doch wohl eher das letztere, und nicht nur weil die Band nicht in voller Stärke auftreten konnte. Ich glaube sogar, dass einige Soli von Musikern übernommen werden mussten, die vielleicht sonst anderen Musikern eigen waren. Die BIG-BAND aus Neuenkirchen legten nach einer kurzen Begrüßung auch gleich richtig los. Dem „Rocky Theme“ aus dem gleichnamigen Film der 80er Jahre, folgte der Klassiker „Brazil“. Und dann kam einer meiner persönlichen All-Time-Favorite „Enter Sand man“ von Metallica. Klasse! Hetfield und seine Mannen hätten sicher ihre Freude gehabt. Ich bin doch sehr froh, dass ich ein Stativ dabei hatte, denn ich bin da so mitgegangen, dass bestimmt jedes Foto verwackelt gewesen wäre.

Herr Reckenfelderbäumer, der die Band im März 2016 als Chefdirigent übernahm, kündigte ein Potpourri aus verschiedenen Dekaden und Stilrichtungen an. So folgte auf dem Stimmungshit „La Bamba“ ein Charleston aus den 1920er Jahren. Auf „Rock you like a hurricane“ von der weltberühmten Hannoverschen Rockformation Scorpions, folgte „Valerie“ von Amy Whinehouse super gesungen von Laura. Und da wären wir auch schon bei einer weiteren Besonderheit dieser BIG-BAND. Nicht nur instrumentaler Hörgenuss wurde uns zu Teil, nein auch bezaubernder Gesang der Mädchen wurde uns geboten. „Don’t know why“ von Norah Jones wurde richtig prima gesungen von Franzi und Hellen sang „ simply the best“ von der Ikone Tina Turner. Oft spricht man bei Konzerten von dem berühmten „Funken“ der von den Künstlern auf der Bühne hinüber zum Publikum springen kann oder soll. Ich kann euch versichern, dass passierte schon beim zweiten oder dritten Stück. Bei dem Song „Brazil“ klatschten alle Zuschauer ohne Aufforderung mit. Auch bei „Hey Jude“ von den Beatles gab Antonia ein Gänsehaut -Solo auf dem
Tag der Begegnung Saxophon, begleitet vom rhythmischen Klatschen des Publikums. Selten habe ich Senioren so mitgehen sehen wie an diesem Nachmittag, ohne Übertreibung. Nun ist es ja so, dass das Mitklatschen des Auditoriums zwar aus der Begeisterung heraus passiert, aber eben nicht immer den korrekten musikalischen Takt entspricht. Also haben wir, wenn auch ohne böse Absicht, wohl nicht immer ganz Taktsicher verschiedene Songs begleitet, aber der herausragende Malte an den Drums hat ganz sicher und souverän seine Spur gehalten 😉 Wenn‘s am schönsten ist, sollte man aufhören, so der Chefdirigent Herr Reckenfelderbäumer. Und so beendete die BIG-BAND nach einer lautstark geforderten Zugabe das Konzert. Das ohne Zweifel vollauf begeisterte Publikum bedankte sich mit Standing Ovation und anhaltendem Applaus. Liebe AJG Musiker Lasst mich noch einmal stellvertretend für alle Kreuzbundmitglieder und Angehörige ein aufrichtiges Dankeschön aussprechen. Auch dafür, dass Ihr euren Sonntag für uns hergegeben habt. Das gleiche gilt für die vielen Organisatoren und Helfer. Ohne Euch würde es nicht funktionieren. Nachdem Winfried Gausman nach dem Konzert noch allen einen schönen Heimweg gewünscht hat, hörte man aus verschiedenen Richtungen den letzten Song gesummt oder pfeifend, das nennt man dann wohl einen Ohrwurm…😊😊 Liebe Grüße, Euer Weggefährte P. Schröder